Aua – wolf…


…naja, eigentlich heißen sie Powerwolf. Warum ich nicht den richtigen Namen als Titel gewählt habe, dazu komme ich noch.                     Jan, mein Sohnemann, hört die Band gerne mal zwischendurch und da er mit seinen inzwischen 16 Jahren (mein Gott wie die Zeit läuft) noch nicht alleine zu Konzerten darf bin ich also mit. Vorletzten Samstag, am 3.10.2015, war es dann soweit.
Am Nachmittag sind wir dann mit dem Auto nach Hamburg-Altona gefahren und fanden zum Glück auch schnell einen Parkplatz. Von hier brauchten wir dann auch nur 5 – 10 Minuten bis zur Grossen Freiheit 36. Als wir dort ankamen befand sich nur eine kleine Gruppe wartend vor dem Eingang. Das ließ bei uns die Hoffnung auf einen Platz direkt mittig vor der Bühne aufkommen, doch bis zum Einlass um 17.30 Uhr dauerte es noch eine ganze Weile und in dieser Zeit wurde die Schlange der Wartenden immer länger. Zwischendurch stellte sich bei Jan und mir der Hunger ein und so gab es erstmal eine Portion Pommes. Und dann war es soweit, die Türen der Grossen Freiheit 36 öffneten sich, die Menge strömte hinein und tatsächlich bekamen wir einen guten Platz mittig vor der Bühne, wenn auch in zweiter Reihe. Jan und ich waren trotzdem zufrieden. Wir wussten, eine Vorband Namens Orden Ogan und danach dann Powerwolf. Aber denkste! Zu unserer, und auch für manch anderen Anwesenden, Überraschung gab eine weitere Vorband, nämlich Xandria. Es dauerte auch nicht lange und Xandria legten los und brachten schnell die Menge in Wallung. Dann folgten Orden Ogan und anfangs war auch alles in Ordnung. Allerdings waren drei Reihen hinter uns einige Metalfans, die sich total in der Musik verloren hatten, sicherlich auch bedingt durch den Alkohol. Im Rhythmus der Musik hüpften sie auf der Stelle und rempelten sich dabei gegenseitig an. Dieses hatte zur Folge, dass auch andere Anwesende angerempelt wurden und letztendlich auch wir. Hinter mir stand ein Kerl, der aufgrund seiner Körperstatur einige der Rempeleien abfing, trotzdem waren diese teilweise so heftig, dass ich halbwegs nach vorne flog (was meinem Rücken nicht gut tat) und Probleme hatte aufrecht zu bleiben (erstes Aua). Jan, ich und einige andere wurden immer ärgerlicher, denn auf die Band konnte man sich kaum konzentrieren. Inzwischen waren Powerwolf auf der Bühne, aber nach einigen weiteren Rempeleien aus den hinteren Reihen hatte ich die Nase voll und bin mit Jan genervt zur Seite aus der Menge raus und dann zum nächsten Tresen. Nachdem wir etwas getrunken hatten zwängten wir uns durch die Menge zum Merchandise – Stand von Powerwolf, wo sich Jan ein Shirt und die neueste CD kaufte. Wir blieben dann gleich dort und sahen uns den Rest des Konzertes in „sicherer“ Entfernung an. Als dann das Konzert zu Ende war, warteten wir auf die Bands, denn Jan wollte noch Autogramme haben – es kam jedoch niemand (zweites Aua). Also gingen wir nach draußen und rechts um die Ecke zu den Ausgängen, wo das Bühneninventar der Bands wieder in die Fahrzeuge eingeladen wurde. Wir hatten die Hoffnung, dass wir hier die Bands antreffen würden. Von Orden Ogan und Powerwolf kam nicht einer (wer weiß warum), aber dafür die Musiker von Xandria. So kam Jan dann doch noch zu Autogrammen. Es ergab sich eine kleine Unterhaltung mit einem der Gitarristen, bei der wir ein wenig vom Tourleben erfuhren. Eine Weile später gingen wir dann zum Auto zurück und fuhren noch kurz zum Museumhafen Övelgönne. Uns überkam wieder der Hunger und da Tanja uns wissen ließ, dass sie auch noch eine „Kleinigkeit“ vertragen würde, hielten wir auf dem Rückweg bei MC an. Letztendlich waren wir früh am Morgen im Bett.

So, und jetzt wisst Ihr, warum ich „Aua – wolf“ als Titel genommen habe. Powerwolf und Orden Ogan sind nichts für mich, das steht fest. Xandrias Musik, Metal mit teilweise klassischem Gesang, halte ich jedoch für eine interessante Mischung. Letztendlich bleibe ich aber bei Saltatio Mortis, Versengold, Lord of the Lost und Unzucht.
Mal schauen, wie das Konzert von Cultus Ferox und Harpyie am 17. Oktober im LOGO wird.